„Was wäre, wenn... ich wüsste wo der Weg lang geht?“ Eine mögliche Ergänzung zur offenen Frage unseres Flyers.

Ich selbst weiß nicht, wo mich der Pfad meines Lebens hinführen wird und ich denke das ist auch ganz gut so. Sonst wäre das Leben ja auch langweilig. Sicher habe ich Pläne und Träume – die hat ja jeder.

Was ich für mein Leben festgestellt habe, ist das ein gewisses Maß an Gottvertrauen nicht schadet. Vorsicht: Nicht verwechseln mit „Ist mir scheißegal“. Ich denke eher, man sollte immer sehen, dass man hinter den eigenen Entscheidungen stehen kann.

Ein Beispiel dafür aus meinem Leben:

Letztes Jahr um diese Zeit bin ich von der Arbeit her an einem Punkt gelandet, an dem sich zeigte, dass ich nur mit meiner Ausbildung im Unternehmen einen relativ festen Punkt erreicht hatte, an dem eine berufliche Weiterentwicklung in dem Bereich in dem gerne Arbeite nicht mehr möglich war. Also stand ich an einer Weggabelung und wusste nicht mehr wie es weitergehen soll. Entweder einfach so weitermachen oder nochmal studieren oder vielleicht was ganz anderes? Immer wieder gab es auch im Betrieb Überlegungen bezüglich einer internen Weiterbildung.

Auch in den Filmen hatten die Charaktere Sorgen oder Probleme im Leben. Und bei unserer Parcours-Aktion war der Weg auch nicht immer so ganz klar.

An manchen Punkten auf seinem Weg durch Leben kommt man an Punkte, wo Sorgen und das „Was wäre, wenn...?“-Gefühl einen ausbremsen, einen stoppen und zu einer Last werden.

Was meinen Weg im letzten Jahr angeht: Nach einem guten halben Jahr bekam ich dann die Nachricht, dass es die interne Fortbildung wirklich stattfinden soll. Ich bewarb mich, wurde genommen und mittlerweile hat sie begonnen. Aber die Zeit bis dahin war eine Zeit der Unsicherheiten und des Nachdenkens. Ich habe immer wieder Pläne erstellt und verworfen.

Diese Punkte im Leben hat jeder und euch allen wird bestimmt mindestens einer einfallen, wenn ihr darüber nachdenkt.

Für all die Probleme gibt es auch im Glauben keine einfache Lösung, aber Perspektiven und Möglichkeiten mit den Sorgen umzugehen. Wer auf Gott vertraut, bekommt ein Stütze fürs Leben. Eine Geschichte dazu aus der Bibel:

Einst wurden Paulus und Silas gefangen genommen und ins Gefängnis ge-sperrt. In der Nacht beteten und lobpriesen sie Gott. Daraufhin begann die Erde zu beben und ihre Ketten fielen ab. Anstatt jetzt aber einfach abzu-hauen, was den Wärter den Kopf gekostet hätte, blieben sie da.Das rührte den Wärter so, dass er die beiden mit nach Hause nahm und sie dort verpflegte und sich und seine Familie taufen ließ.Am nächsten Tag wurden die beiden freigelassen.

Was so toll an dieser Geschichte ist, ist dass die Beiden durch ihr Vertrauen in Gott nicht nur einen Ausweg, nämlich das Erdbeben, gefunden haben, sondern auch gleich an den Wärter und nicht nur an sich selbst dachten. Ihr Vertrauen in Gott und seine Botschaft hat sich so in ihnen gefestigt gehabt, dass sie sie voll in ihr Leben integriert haben. Die Beiden haben sich entschieden ein Leben mit und für Gott zu Leben.

Natürlich soll jetzt nicht jeder losziehen und das römische Reich missionieren, aber et-was für sich selbst kann man aus der Geschichte übernehmen.

Ich denke, wenn man seinen Weg geht und seinen Entscheidungen im Leben ehrlich und nicht nur auf seinen eigenen Vorteil trifft, dann sieht man vielleicht nicht immer das Ziel direkt vor seinen Augen, aber man kommt an. Und wer weiß, vielleicht hat man das eigentliche Ziel beim Start noch gar nicht gekannt, weil wir halt alle nicht wissen, was nächstes Jahr oder schon morgen sein wird. Gerade deswegen finde ich den Gedanken so schön, dass Gott den Weg kennt und er sich unserer Sorgen annimmt, wenn wir ihm vertrauen.

Diesen Vertrauen wünsche ich Euch allen und möchte abschließen mit dem Bibelvers:

„Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch!“ 1. Petrus 5,7.

Amen.